Shopify für die Schweiz
Ein Schweizer Shop ist kein deutscher Shop mit CHF-Preisen. TWINT, Kauf auf Rechnung, 8,1 % Mehrwertsteuer, Versand mit der Post und drei Landessprachen entscheiden mit, ob am Ende wirklich gekauft wird. Was davon wie eingestellt gehört, steht hier. Mit Quellen, damit du es nachprüfen kannst und nicht mir glauben musst.
Geschrieben von Fabio Litscher. Über zehn Jahre Web und E-Commerce, heute Shopify-Shops aus dem Rheintal. Mehr über mich
Das Wichtigste in Kürze
Sieben Fragen, sieben kurze Antworten. Ausführlich steht alles weiter unten, mit Quellen.
Braucht TWINT eine App?
Nein. TWINT ist eine Zahlungsmethode innerhalb von Shopify Payments und wird unter Einstellungen, Zahlungen aktiviert. Wer etwas anderes liest, liest eine alte Anleitung.
Kann Shopify Kauf auf Rechnung?
Nicht von sich aus. Der Rechnungskauf kommt über einen Anbieter mit eigener Shopify-Anbindung. In der Schweiz sind das im Wesentlichen CembraPay, POWERPAY, HeyLight und Klarna.
Wie hoch ist die Mehrwertsteuer?
8,1 % im Normalsatz, 2,6 % reduziert, etwa auf Lebensmitteln, Medikamenten und Büchern. Ein Sondersatz von 3,8 % gilt für Beherbergung und betrifft die wenigsten Shops.
Ab wann werde ich steuerpflichtig?
Ab CHF 100'000 Jahresumsatz, und zwar im In- und Ausland zusammen. Anmelden musst du dich unaufgefordert innert 30 Tagen. Es kommt keine Aufforderung.
Priority oder Economy?
PostPac Priority ist der schnellere und teurere Weg, Economy der günstigere. Am meisten bewegt im Versand aber die Schwelle für den Gratisversand.
Braucht mein Shop Französisch und Italienisch?
Erst, wenn deine Zahlen es hergeben. Deutsch allein trägt länger, als man denkt, und ein halbherzig übersetzter Shop wirkt schlechter als ein guter einsprachiger.
Was kostet das alles?
Shopify kostet monatlich, dazu Transaktionsgebühren und ein paar Apps. Der Aufbau bei mir beginnt bei CHF 5'900, eine Migration bei CHF 4'500, ein Audit bei CHF 1'800. Während des Aufbaus zahlst du kein Shopify-Abo: Der Shop entsteht in einem Partner-Testshop.
Alle Shop-Preise ansehen →Woher ich das weiss
Die Umstellungen auf dieser Seite habe ich gemacht, nicht nachgelesen: an einem Schweizer Shop, den ich über Jahre im Alltag betreut habe, und an Shops für Kunden. Wo ich etwas noch nicht gemacht habe, steht es im jeweiligen Abschnitt.
3'500+
Bewertungen auf reviews.io, dazu über 255 Google-Bewertungen mit fünf Sternen
AlltagEin Schweizer Shopify-Shop, jeden Tag
- Quelle
- aus einem Klaviyo-Flow in diesem Shop
- Rolle
- über Jahre im Alltag, nicht ein Projekt
- Name
- nenne ich, sobald der Kunde ihn freigegeben hat
3 Sprachen
Deutsch, Französisch, Italienisch
Offizieller PartnerMehrsprachig als Weglot-Partner
- Technik
- eigene URLs pro Sprache, damit Google jede Sprache findet
- Tempo
- Umsetzung in Tagen statt Wochen
Der Zahlungsmix entscheidet im letzten Schritt
Die Zahlungsarten sind der Ort, an dem ein Schweizer Shop am deutlichsten von einem deutschen abweicht. Und der letzte Schritt vor dem Kauf ist der teuerste Ort für einen Abbruch.
Karten
Die Basis. Kommt mit Shopify Payments, und Apple Pay wie Google Pay kosten dich dort nur den Haken.
TWINT
Das, was hier alle auf dem Telefon haben. Ohne App, ohne zweiten Vertrag, direkt in Shopify Payments.
Kauf auf Rechnung
Je nach Warenkorb die Standarderwartung. Kommt nicht von Shopify, sondern von einem Anbieter daneben.
Bis zum Checkout hast du für Aufmerksamkeit, Besuch und Vertrauen schon bezahlt. PayPal ist dabei eine Frage deiner Zielgruppe, nicht eine Pflicht.
Wovon ich abrate: alles anzubieten. Jede Methode bringt Gebühren, eine Abstimmung in der Buchhaltung und eine weitere Kachel im Checkout, die Entscheidungen verlangt. Zwei gut gewählte Methoden schlagen sechs, von denen vier nie benutzt werden. Welche zwei es sind, hängt an deinen Warenkörben.
TWINT einrichten: keine App, kein zweiter Vertrag
TWINT ist eine Zahlungsmethode innerhalb von Shopify Payments. Du brauchst weder eine App noch einen Vertrag mit einem Drittanbieter.
Das ist keine Theorie aus einem Ratgeber. Ich habe TWINT in einem Schweizer Shop zuerst über einen externen Anbieter angebunden und später auf Shopify Payments umgestellt. Dort läuft es günstiger, bei gleicher Funktion für den Käufer. Wenn dein Shop TWINT heute noch über einen Drittanbieter abwickelt, lohnt sich ein Blick auf die letzte Gebührenabrechnung; das ist eine Viertelstunde Arbeit und häufig der schnellste Franken, den ein bestehender Shop spart.
-
1
Shopify Payments
Muss eingerichtet und aktiv sein. Ohne das gibt es kein TWINT.
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2
Einstellungen, Zahlungen
Dort die Zahlungsmethoden von Shopify Payments verwalten.
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3
TWINT anhaken
Der Shop braucht dafür CHF als Währung im Checkout.
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4
Testbestellung
Einmal selbst durchkaufen, mit dem eigenen Telefon. Erst dann ist es fertig.
Wichtig ist die Reihenfolge: TWINT gehört in den Checkout, bevor du Geld in Reichweite steckst. Eine fehlende Zahlungsmethode kostet den Kauf im letzten Schritt, nachdem du für den Besuch schon bezahlt hast.
Dort stehen auch die Voraussetzungen. Ein Einführungsdatum nennt Shopify nicht, darum steht hier keine Jahreszahl.
Kauf auf Rechnung kommt nicht von Shopify
Shopify bringt den Rechnungskauf nicht mit. Er kommt über einen Anbieter mit eigener Shopify-Anbindung. Für viele Kundinnen und Kunden ist die Rechnung hier die Standarderwartung, gerade bei höheren Warenkörben.
Wer trägt das Ausfallrisiko?
Stellst du selbst eine QR-Rechnung, trägst du es. Mahnung, Betreibung und Abschreibung liegen bei dir. Über CembraPay, POWERPAY, HeyLight oder Klarna trägt es der Anbieter, gegen Gebühr.
Was kostet die Transaktion?
Das hängt vom Anbieter, deiner Branche und deinem Volumen ab. Hier steht keine Zahl, die ich nicht belegen kann. Die Offerten holen wir zusammen ein.
Wie sieht der Checkout danach aus?
Jede Anbindung verändert den letzten Schritt, manche mehr als andere. Genau dort entscheidet sich, ob der Rechnungskauf Umsatz bringt oder Abbrüche.
Diese drei Antworten hängen an deinen Warenkörben und deiner Marge. Deshalb ist die ehrliche Reihenfolge, das vorher zu rechnen, statt einen Anbieter einzurichten und hinterher zu merken, dass die Gebühr den Zusatzumsatz auffrisst.
Ein Wort zur Offenheit, weil es hier zählt: Ich habe TWINT selbst umgestellt, aber noch keinen dieser Rechnungsanbieter an einen Shopify-Shop angebunden. Ich rechne dir die Varianten durch und richte sie ein. Aber ich verkaufe dir keine Erfahrung, die ich nicht habe.
Welcher der Anbieter zu dir passt, hängt an deiner Warenkorbhöhe und deiner Marge. Das rechnen wir vorher durch, statt es hinterher zu merken.
Erstgespräch anfragen →Mehrwertsteuer: 8,1 % und 2,6 %
Der Normalsatz liegt bei 8,1 %, der reduzierte Satz bei 2,6 %. Er gilt unter anderem für Lebensmittel, Medikamente, Bücher und Zeitungen. Daneben gibt es einen Sondersatz von 3,8 % für Beherbergung, der für die allermeisten Shops keine Rolle spielt. Diese Sätze gelten seit dem 1. Januar 2024 unverändert.
- 8,1 % Normalsatz auf alles, was nicht ausdrücklich reduziert oder ausgenommen ist
- 2,6 % Reduzierter Satz, etwa auf Lebensmitteln, Medikamenten und Büchern
- CHF 100'000 Jahresumsatz im In- und Ausland, ab dem die Steuerpflicht beginnt
- 30 Tage Frist, um sich nach Beginn der Steuerpflicht selbst anzumelden
Ab wann du steuerpflichtig wirst
Von der Steuerpflicht befreit ist, wer innerhalb eines Jahres im In- und Ausland weniger als CHF 100'000 Umsatz aus nicht ausgenommenen Leistungen erzielt. Der Punkt, den viele übersehen: Es zählt der weltweite Umsatz, nicht nur der Schweizer Teil. Wer die Schwelle überschreitet, muss sich unaufgefordert innert 30 Tagen nach Beginn der Steuerpflicht bei der ESTV anmelden. Es kommt keine Aufforderung.
Was das im Shop heisst
Drei Einstellungen, die im Alltag den Unterschied machen: Preise inklusive Steuer anzeigen, weil Schweizer Kundschaft den Endpreis erwartet und ein Aufschlag im Checkout Abbrüche produziert. Die Sätze pro Produktgruppe richtig zuordnen, damit Bücher nicht mit 8,1 % laufen. Und die Steuer auf dem Versand nicht vergessen. Der Versand ist Teil des Entgelts, nicht ein steuerfreier Zuschlag.
Das richte ich ein. Was du am Schluss abrechnest und deklarierst, gehört zu deiner Treuhand. Dafür bin ich der Falsche, und das sage ich lieber vorher als nachher.
für die Sätze
für Schwelle und Frist
Versand: Priority oder Economy
Für die meisten Shops ist die Schweizerische Post der richtige Weg, und die Entscheidung ist überschaubar: PostPac Priority ist der schnellere Weg, PostPac Economy der günstigere.
Viele Shops bieten beides an und lassen die Kundschaft entscheiden, ob Tempo den Aufpreis wert ist. In Shopify hinterlegst du dafür Zonen, Gewichtsstufen und in der Regel eine Schwelle für den Gratisversand.
Die Gratisversand-Schwelle ist die einzige strategische Zahl
Sie gehört an deine Marge und deinen durchschnittlichen Warenkorb angepasst, nicht an die des Mitbewerbers. Ein Beispiel: Liegt dein Durchschnittsbon bei CHF 74, hebt eine Schwelle bei CHF 80 einen Teil der Bestellungen darüber, weil der Weg dorthin kurz ist. Eine Schwelle bei CHF 60 verschenkt dagegen Marge auf jeder Bestellung, die ohnehin gekommen wäre.
Lieferungen ins Ausland sind ein eigenes Thema mit Zoll und Einfuhrsteuer. Wenn du das brauchst, klären wir vorher, wer was zahlt, statt es den Käufer an der Grenze herausfinden zu lassen. Eine Nachforderung beim Empfänger ist die teuerste Art, einen Erstkunden zu verlieren.
Preise und Laufzeiten ändern sich, zuletzt bei den Economy-Paketen; darum steht hier keine Zahl, sondern der Link.
Deutsch, Französisch, Italienisch
Deutsch allein reicht oft länger, als man denkt. Die Frage ist nicht, ob mehrsprachig besser klingt, sondern ob deine Zahlen die Romandie oder das Tessin hergeben.
Die Deutschschweiz ist der grösste Markt, und ein zweisprachiger Shop mit halbherzigen Übersetzungen wirkt schlechter als ein guter einsprachiger.
Sobald die Zahlen es hergeben, wird daraus ein SEO-Thema und kein Übersetzungsthema: eigene URLs pro Sprache, korrektes hreflang, damit Google die Fassungen einander zuordnet, und Texte, die jemand gegengelesen hat, der die Sprache wirklich spricht. Maschinell übersetzte Produktbeschreibungen ranken nicht und verkaufen erst recht nicht.
Mehrsprachig ist kein reines Shop-Thema. Wie ich das bei Websites löse, steht drüben, und die Technik dahinter ist dieselbe.
Mehrsprachige Websites →Was ein Schweizer Shopify-Shop kostet
Der Aufbau ist das eine, die laufende Plattform das andere. Und die zweite Zahl vergessen die meisten Offerten.
Die Plattform
Shopify kostet monatlich, dazu kommen Transaktionsgebühren auf jedem Verkauf und je nach Setup ein paar Apps, die sich still summieren. Drei Abos zu je CHF 20 im Monat sind CHF 720 im Jahr, die niemand je bewusst entschieden hat. Die aktuellen Abo-Preise stehen bei Shopify selbst und ändern sich; darum steht hier keine Zahl, die morgen falsch ist, sondern der Link unten. Während des Aufbaus zahlst du noch kein Abo: Dein Shop entsteht in einem Partner-Testshop, ohne Frist, und geht beim Livegang an dich über.
Der Aufbau
Richtwerte zur Orientierung, keine Katalogpreise. Was dein Shop kostet, steht nach der Analyse in einer fixen Offerte mit fixem Umfang.
Shop-Aufbau oder Relaunch ab CHF 5'900 · Migration ab CHF 4'500 · Audit ab CHF 1'800 · Shop-Betreuung CHF 390 im Monat · Newsletter CHF 390 je Ausgabe. Alle Preise in CHF, ohne Mehrwertsteuer, weil ich selbst nicht mehrwertsteuerpflichtig bin.
Die unangenehme Variante
Ich rechne dir das im Erstgespräch vor: die Gesamtkosten, nicht nur meine Rechnung. Dazu gehört auch die Möglichkeit, dass sich das Projekt nicht rechnet. Wenn ein Baukasten für dein Volumen günstiger aufgeht als ein Shopify-Shop, sage ich dir das. Ein Projekt, das sich nicht lohnt, hilft uns beiden nicht.
Was dein Shop kostet, hängt am Umfang. Die Karten, die Betreuung und was jeweils enthalten ist, stehen auf der Shop-Seite.
Alle Shop-Preise ansehen →Häufige Fragen
Was die Abschnitte oben nicht abdecken.
Kann ich meinen bestehenden Shop zu Shopify migrieren?
Ja. Ein Umzug auf Shopify beginnt bei CHF 4'500, für bis zu 100 Produkte und mit der bestehenden Optik, und startet meist mit einem Audit: Was ist da, was kommt mit, was bleibt zurück. Produkte, Kunden und Bestellungen ziehen um, die alten URLs bekommen Weiterleitungen, damit die Rankings nicht abreissen. Soll der Shop dabei neu gestaltet werden, ist das ein Shop-Aufbau ab CHF 5'900. Mehr zu Shop-Projekten
Wie lange dauert ein Schweizer Shopify-Shop?
Ein Shop-Relaunch typischerweise 6 bis 10 Wochen, je nach Umfang. Die Schweizer Besonderheiten auf dieser Seite kosten davon wenig Zeit; TWINT ist ein Haken, die Mehrwertsteuersätze sind eine Zuordnung. Zeit kosten Produktdaten, Fotos und Texte.
Kann ich den Shop nachher selbst pflegen?
Ja, das ist der Normalfall. Produkte, Preise und Seiten pflegst du selbst, ohne mich zu fragen. Und du kannst jederzeit wechseln, auch weg von mir. Wer das nicht will, nimmt die laufende Betreuung.
Shopify oder WooCommerce für einen Schweizer Shop?
Shopify nimmt dir Hosting, Sicherheit und Updates ab und wächst vom ersten Produkt bis zum Grosshandel mit. Deine Zeit steckst du ins Verkaufen statt in Serverpflege. Gibt es gute Gründe für etwas anderes, sage ich dir das im Erstgespräch.
Ich verkaufe aus Deutschland in die Schweiz. Gilt das hier auch?
Nur teilweise. Diese Seite beschreibt den Shop eines Händlers mit Sitz in der Schweiz. Verkaufst du aus dem Ausland herein, kommen Einfuhrsteuer und Zoll dazu, und die Anmeldung bei der ESTV läuft anders. Das gehört vor den Shopaufbau geklärt, und zwar mit deiner Treuhand, nicht mit mir.
Quellen und Stand
Alle Zahlen auf dieser Seite lassen sich nachprüfen: jede Angabe am Primärtext der genannten Quelle, geprüft von Fabio Litscher.
- Steuersätze 8,1 % / 2,6 % / 3,8 %:Eidgenössische Steuerverwaltung, «Mehrwertsteuersätze Schweiz»
- Schwelle CHF 100'000 im In- und Ausland:Mehrwertsteuergesetz, Art. 10 Abs. 2 Bst. a
- Anmeldung innert 30 Tagen:Mehrwertsteuergesetz, Art. 66 Abs. 1
- Anmeldung und Abklärung der Steuerpflicht:ESTV, «MWST-Steuerpflicht»
- Paketversand Priority und Economy:Die Schweizerische Post, «Pakete Schweiz»
- TWINT als Zahlungsmethode in Shopify Payments:Shopify Help Center, «TWINT»
- Laufende Abo-Preise:Shopify Preise
Steuersätze und Anbieter-Konditionen ändern sich. Die Angaben hier ersetzen keine Steuer- oder Rechtsberatung. Sie sagen dir, was im Shop eingestellt gehört.
Schweizer Shop im Kopf? Reden wir.
30 Minuten, gratis, ohne Verkaufsgespräch. Du bekommst eine ehrliche Einschätzung, was dein Vorhaben kostet, inklusive der Plattformkosten, die nicht auf meiner Rechnung stehen.